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Beckenbodentraining gegen Schmerzen im Rücken


Beckenbodentraining gegen Rückenschmerzen

Wenn es im Kreuz schmerzt, kommt nicht jeder auf die Idee, das die Quelle des Leidens im kleinen Becken liegen könnte. Dabei ist es gar nicht so selten, dass Rückenschmerzen ihren Ursprung in der Körpermitte haben. Schuld daran ist die spezielle Anatomie des Beckenbodens.

 

Rückenschmerzen und Beckenboden: Wo ist der Zusammenhang?

Männer, Frauen und Kinder verfügen alle gleichermaßen über einen Beckenboden. Dieser „Halteapparat“ aus Bindegewebsfasern und Muskeln befindet sich in der Schale des Beckens.

Der Bereich ist für viele Aufgaben zuständig:

  • In erster Linie hält der Beckenboden die Organe des Urogenitaltraktes an Ort und Stelle. Daneben ist er an der aufrechten Haltung, der Rotation der Hüfte sowie an allen beugenden Bewegungen des Rumpfes beteiligt.
  • Um für all diese Anforderungen genügend Kraft zu haben, ist das Geflecht aus Bändern und Muskeln an mehreren Stellen über die Knochen fest mit dem Körper verbunden.
  • Ist der Beckenboden zu schwach, zieht er quasi am Skelett. Diese inneren Zugkräfte können sich als Schmerzen im Rücken bemerkbar machen.

 

Wann kann Beckenbodengymnastik bei Rückenschmerzen helfen?

Wenn die Schmerzen ihren Ursprung im Becken haben, können die entspannenden Übungen oft helfen. Das Schwierige: Für den Betroffenen selbst ist nicht immer klar zu bestimmen, ob sich der Krisenherd tatsächlich im Unterleib versteckt.

Deshalb empfiehlt es sich, bei länger anhaltenden Rückenproblemen einen Arzt oder Physiotherapeuten zurate zu ziehen.

Diese Symptome deuten auf eine Verbindung zwischen den Rückenschmerzen und dem Beckenboden hin:

  • Wenn sich insgesamt eine körperliche Fehlhaltung zeigt (Beckenschiefstand, Wirbelsäulenverkrümmung).
  • Bewegungsblockaden der Hüfte.
  • Schmerzen im Lendenwirbelbereich.
  • Beckenbodenmyalgie (Prostataentzündung, ausgelöst durch Muskelverspannungen im
    Beckenboden.
  • Wenn beim Zusammenkneifen des Darmausgangs das Steißbein knackt.

 

Wie können Übungen den Rücken entlasten?

Die einzelnen Beckenbodenmuskeln (vornehmlich der Musculus pubococcygeus) sowie das umliegende Bindegewebe sind mit den Beckenschaufeln, dem Schambein und dem Kreuzbein verbunden.

Um diesen Bereich zu therapieren, ist klassisches Beckenbodentraining ideal. Einerseits entkrampfen die speziellen Übungen die Muskulatur im Unterleib. Auf diesem Weg können ausstrahlende Spannungsschmerzen sukzessive gemindert werden.

Gleichzeitig stärken sie die feinen Muskelschichten des Beckenbodens. Im Laufe der Zeit wird der Bereich immer leistungsfähiger werden.

 

Wann zeigen sich mit dem Training erste Erfolge?

Leichte Rückenschmerzen können bereits nach wenigen Übungseinheiten abnehmen. Das könnte an der verbesserten Durchblutung sowie der gezielten Entspannung des Beckenbodens liegen.

Intensive Rückenschmerzen benötigen eine etwas längere Therapie. Bedenken sollte man, dass ein verkrampfter Beckenboden zunächst mit der Gymnastik gelockert werden muss. Erst dann kann der notwendige Muskelaufbau überhaupt stattfinden. Das braucht Zeit.

 

Können alle Rückenschmerzen mit Beckenbodenübungen kuriert werden?

Nur jene Schmerzen, die ihren Ursprung in den Muskelschichten des Beckens haben, können so behandelt werden. Meistens handelt es sich hierbei um den unteren Bereich des Rückens der wieder stabilisiert werden kann.

 

Kann man Rückenschmerzen mit Beckenbodenübungen vorbeugen?

Ein lädierter Beckenboden führt bei Männern wie Frauen oft zu Haltungsschäden. Diese verursachen nicht immer Schmerzen – sollten aber bereits im Anfangsstadium behandelt werden. Um Rückenschmerzen vorzubeugen sind einfache Beckenbodenübungen ideal.

Sie fördern die aufrechte Haltung und geben dem Rücken aus der Mitte des Körpers heraus genügend Kraft, um Rumpf und Gliedmaßen tragen zu können.

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