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Beckenbodentraining für Männer > mit einfachen Übungen Leistungsfähigkeit, Ausdauer und Potenz fördern


Beckenbodentraining für Männer

Viele Männer genießen es, im Fitnessstudio die Eisen zu stemmen und Muskelmasse aufzubauen, bis sich Bizeps, Trizeps und Sixpack deutlich abzeichnen. Was dabei oft übersehen wird: Auch im Körperinneren liegen Muskeln, die ein stetiges Training brauchen – insbesondere der Beckenboden. Die Beckenbodenmuskulatur ist ein Bereich, den Mann gerne vernachlässigt. Erst wenn sich Probleme zeigen, rückt der Fokus auf diese sensible Region.

 

Wissen muss man, dass ein trainierter Beckenboden für Gesundheit, Lifestyle und Sexualität steht! Möglich macht es ein professionelles Beckenbodentraining.

 

 

Um welchen Bereich handelt es sich genau?

Der Beckenboden ist ein stützendes Netz aus Muskeln und Faszien. Er liegt bei Männern in der unteren Bauchhöhle und kleidet das Becken von innen weich aus.

Das dichte Gewebe sorgt dafür, dass Blase, Prostata, Harnröhre und Darmausgang fest verankert sind und effektiv durchblutet werden.

Das Geflecht aus Muskeln hat folgende Aufgabe: Einerseits stützt es die Organe des Urogenitaltraktes und federt den Druck des Bauchraums ab.

Ohne den Beckenboden würde das Gewicht des Rumpfes die Genitalien innerlich zusammenstauchen.

 

Andererseits wirken die feinen Beckenbodenmuskeln und Nerven auf die Funktion von Blase, Prostata und Anus ein. Sie steuern einen Teil der Vorgänge und sind mit den Körperorganen eng verbunden.

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Warum sollten Männer den Beckenboden trainieren?

Es mag auf den ersten Blick wenig logisch sein, eine Muskelregion zu stärken, die man von außen nicht sieht.

Wissen sollte man allerdings, dass ein durchtrainierter Beckenboden eine enorme Auswirkung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden hat. Er ist eine zentrale Schnittstelle im Körper des Mannes.

 

Ein trainierter Beckenboden stärkt beim Mann die Potenz

Die sexuelle Leistungsfähigkeit ist wichtig, um sich männlich und attraktiv zu fühlen. In jungen Jahren ist es noch unkompliziert und Potenzprobleme treten kaum auf.

Im Laufe des Lebens jedoch zeigen sich bei den meisten Männern immer mal wieder Phasen von Impotenz. Dahinter können viele Ursachen stecken.

Beachten sollte man, dass eine verminderte Potenz meist mit einer schlechten Durchblutung des Genitalbereichs einhergeht.

Langes Sitzen im Büro, Stress und wenig Sport, falsche Ernährung und hormonelle Veränderungen fördern den Prozess.

Mit dem Beckenbodentraining lässt gezielt gegen Erektionsschwäche vorgehen. Die Beckenbodengymnastik wirkt dabei wie ein natürliches Potenzmittel.

 

Dank der Kräftigung nimmt nicht nur die Durchblutung zu, sondern das gesamte sexuelle Empfinden wird gesteigert.

 

Beckenbodenübungen verhindern Inkontinenz

Es ist ein unbequemes Thema, wenn es um Blasenschwäche oder Harninkontinenz geht. Trotz allem sind viele Männer von Miktionsstörungen betroffen.

Ob stetiges „Nachtröpfeln“ oder eine diagnostizierte Dranginkontinenz – Probleme beim Wasserlassen können schmerzhaft und im Alltag äußerst einschränkend sein.

Ein ganzer Bereich der Urologie hat sich auf männliche Patienten spezialisiert.

 

Sie lernen mittels Beckenbodentraining, wieder Befehlsgewalt über Blase und Darm zu erhalten. Dank der Übungen ist Inkontinenz bald kein Thema mehr.

 

Mit Beckengymnastik Ejakulationsprobleme vorbeugen

Es mag von großer sexueller Kondition zeugen, wenn Männer zügig zur Sache kommt. Wirklich schön sind Ejakulationsprobleme im Alltag allerdings nicht.

Neben dem viel zu frühen Kommen leiden manche Männer aber auch unter dem genauen Gegenteil – dem ungewollt verzögerten Orgasmus.

Was auch immer negativ auf die Ejakulation einwirkt – beim Sex sollte der Samenerguss unkompliziert und rundum erfüllend sein. Deshalb lohnt es sich, mittels Beckenbodentraining wieder mehr Kontrolle über diesen Bereich zu erlangen.

 

Dank der Übungen wird es zukünftig leichter sein, sich im Bett frei zu fühlen und wirklich loslassen zu können.

 

Beckenbodentraining kann Erektionsstörungen korrigieren

Alle Beckenbodenübungen führen zu einer ausgeprägten Durchblutung im Unterleib. Davon profitieren nicht nur Prostata, Blase oder Hoden, sondern es lassen sich so die inneren Strukturen aktivieren.

Wissen muss man, dass für eine starke Erektion zunächst einmal genügend Blut vorhanden sein muss. Dieses wird mit großem Druck durch die Venen im Becken gepumpt und sammelt sich an.

Nur dann füllen sich die Schwellkörper zuverlässig und Damm, Penis und Hoden sind breit.

Das Schöne: Die regelmäßigen Beckenbodenübungen fördern die Durchblutung. Der gesamte Genitalbereich wird bestens versorgt. Langfristig lassen sich durch die Übungen Erektionsstörungen zunehmend vermeiden.

 

Wirkt stärkend und beugt Krankheiten vor

In der Naturheilkunde (Homöopathie, Alternativmedizin) geht man davon aus, dass Prostatitis, Benigne Prostatahyperplasie (BPH) und -Krebs in Verbindung mit einem fehlerhaft durchbluteten Beckenboden stehen.

So weit geht die Schulmedizin zwar nicht, sieht das Beckenbodentraining für Prostata aber dennoch als wichtigen Therapiebestandteil nach einer Prostataoperation (TURP).

Die speziellen Techniken werden nach der OP in der Reha vermittelt. Von Inkontinenz betroffene Männer lernen unter Anleitung, den Urogenitaltrakt willentlich zu steuern und bewusst anspannen und entspannen zu können.

 

Durch den gesteigerten Lymphfluss wird der Heilungsprozess positiv vorangetrieben. Man geht davon aus, dass die regelmäßigen Beckenbodenübungen eine stärkende und gesunderhaltende Wirkung entfalten.

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Wirkung von Beckenbodengymnastik auf die Sexualität

Der Penis muss einiges leisten: Regelmäßig Urin abgeben, zum richtigen Zeitpunkt viel Standvermögen aufbringen und für reizvolle Höhepunkte sorgen. Unterstützung bekommt das Glied durch einen festen Beckenboden.

 

Je leistungsfähiger dieser ist, desto besser können alle Anforderungen von dem Organ erbracht werden.

 

Steigerung der Erektionsfähigkeit und Ausdauer

Die Blutversorgung des Penis wird durch mehrere große Arterien (Arteria pudenda interna) sichergestellt. Sie münden in Eichel, Schwellkörper, Harnröhrenschwellkörper sowie in die Harnröhre selbst.

Je besser die Gefäße versorgt sind, desto mehr Blut kann pulsieren. Da die Arterie vom Beckenboden des Mannes ausgespeist wird, entscheidet dieser Muskel, wie viel Druck überhaupt zugeführt wird.

Ist für Nachschub gesorgt, erhöht sich die Kompression und das Blut staut sich effektiv im Genitalbereich an. Ausdauer, Standfestigkeit und Erektionsfähigkeit sind gesichert.

 

Orgasmusfähigkeit intensivieren

Wie intensiv der Höhepunkt wahrgenommen wird, ergibt sich aus dem Zusammenspiel zwischen den kontrahierenden Beckenbodenmuskeln und dem Schwellkörper.

Die Muskeln (Musculus bulbospongiosus und Musculus ischiocavernosus) sind an den Beckenknochen verankert. Sie pumpen bei der Ejakulation das Sperma heraus und sorgen für das lustvolle, sexuelle Empfinden.

Um den „orgastischen Reflex“ auslösen zu können, müssen diese Bereiche maximal durchblutet sein. Nur dann lässt sich die Stimulation der betreffenden Nerven effektiv durchführen.

Samenleiter, Samenblase, die Prostata, Harnröhre und Peniswurzel stehen mit den Nerven in intensiver Interaktion. Je besser diese miteinander kommunizieren, desto enthusiastischer wird das Gefühl.

 

Vorzeitigen Samenerguss verzögern

Wer den Orgasmus aufschieben möchte, sollte seinen Musculus pubococcygeus (PC-Muskel) kontrollieren. Er ist eng in das sexuelle Empfinden einbezogen und gibt den letzten Impuls, ob der Höhepunkt geschieht oder verzögert wird.

Der PC Muskel sitzt bündig zwischen Schambein und Steißbein und verbindet die Körpervorderseite mit der Rückseite. Er arbeitet reflexartig und löst den Samenerguss aus.

Er kann durch PC Muskel Training aber auch bewusst gesteuert werden. Dazu wird er absichtlich angespannt und entspannt (wie beim Urinieren).

 

Je willentlicher Männer den PC Muskel aktivieren können, desto gezielter wird der Samenerguss hinausgezögert. Mit etwas Übung lässt sich der Muskel bewusst kontrahieren.

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Beckenbodenübungen für Männer

 

Kontraktionsübungen nach Kegel – Kegelübungen

Dieses Training wurde von Dr. Arnold Kegel entwickelt. Es stärkt den Beckenboden, um so den vorzeitigen Samenerguss zu verhindern. Es wird auch gegen erektile Dysfunktion und Blasenschwäche eingesetzt.

  1. Legen Sie sich bequem hin.
  2. Entspannen Sie den Blasenmuskel, so als wollten Sie urinieren.
  3. Spannen Sie den Muskel sofort wieder an.
  4. Sie spüren ein deutliches Ziehen nach oben und innen.
  5. Die Übung im Fluss des Atems wiederholen, um ein Gefühl für den Beckenboden zu bekommen.

 

Unterbrechung des Harnstrahls

Diese Übung im Beckenbodentraining präzisiert die Kegelübung, weil sie auf den Schließmuskel der Harnblase einwirkt. Sie lernen zu unterscheiden, ob Sie den Blasenmuskel oder den Anus ansteuern. Das Training wird auf der Toilette praktiziert.

  1. Lassen Sie etwas Urin ab und entspannen Sie sich.
  2. Halten Sie ruckartig den Strahl an und fühlen Sie, wo das genau passiert.
  3. Lösen Sie die Spannung und lassen Sie weiteren Harn ab.
  4. Reduzieren Sie den Druck und versuchen Sie, den Strahl sanft zu modulieren.
  5. Atmen Sie dabei locker weiter und achten Sie darauf, dass die Arme und Beine nicht verkrampfen.

Je trainierter der PC-Muskel ist, desto sanfter und entspannter werden Sie urinieren können.

 

Kontraktion des Schließmuskels für den Mann

Diese Beckenbodenübung für Männer stärkt den Bereich zwischen Schambein und Anus. Sie erhalten mehr Gewalt über den Unterleib und können die Vorgänge besser steuern.

  1. Legen Sie sich entspannt auf den Boden.
  2. Lösen Sie die Beckenbodenmuskeln.
  3. Mit dem Einatmen spannen Sie den Schließmuskel der Blase an.
  4. Mit dem Ausatmen die Spannung lösen, den Bereich entspannen.
  5. Im nächsten Atemzug spannen Sie das Rektum an und halten die Kraft rund drei Sekunden lang.
  6. Beim Ausatmen den Schließmuskel am After entspannen.
  7. Wechseln Sie die Areale mehrmals hintereinander ab.

 

Beckenbodentraining während des Geschlechtsverkehrs

Gerade ein Mann, der einen vorzeitigen Samenerguss verhindern möchten, können während des Geschlechtsverkehrs auf die Praktiken der Beckenbodenübungen zurückgreifen.

  1. Sie nähern sich dem Höhepunkt.
  2. Kurz vor dem „Point of no Return“ spannen Sie die Muskulatur im Becken an.
  3. Fühlen Sie wenige Sekunden lang, wie der Druck stagniert und nicht größer wird.
  4. Gehen Sie wieder in die Bewegung über.

 

Wie häufig sollte man das Beckenbodentraining wiederholen?

Ausdauer, Potenz, sexuelles Empfinden und die Gesundheit vom Mann lassen sich durch die Beckenbodenmuskulatur trainieren und optimieren. Dafür nutzt man die bewährten Beckenbodenübungen, welche sich diskret zuhause durchführen lassen.

Positive Ergebnisse erhält man bereits, wenn man dreimal täglich ein kleines Programm absolviert. Die Übungen nehmen nur wenige Minuten in Anspruch und sollten auf Dauer in den Alltag integriert werden.

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