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Beckenbodentrainer: Hilfsmittel und Geräte zum Beckenbodentraining – Produkte im Überblick


Hilfsmittel zum Beckenbodentraining

Wer seinen Beckenboden stärken, regenerieren und aufbauen möchte, absolviert in den allermeisten Fällen ein professionelles und gezieltes Beckenbodentraining. Die Übungen mit Hilfsmittel sind häufig medizinisch indiziert und in der Regel sehr effektiv. Schon nach wenigen Wochen zeigen sich erste Ergebnisse. Richtig intensiv wirkt das Training auf den Körper nach mehreren Monaten.

 

Wer noch schnellere Ergebnisse spüren möchte und die Übungen von Beginn an anatomisch korrekt gestalten will, kann zusätzliche Hilfsmittel hinzuziehen.

 

Solche Instrumente wirken in unterschiedlichster Art und Weise auf die sensible Körperregion ein und verstärken den Effekt.

 

 

Warum sind Geräte für das Beckenbodentraining sinnvoll?

  • Trainieren unterschiedliche Areale im Beckenboden (Vorne, Mitte, Hinten).
  • Können eine falsche Körperhaltung oder eine fehlerhafte Verrichtung partiell korrigieren.
  • Erleichtern die Sensorik, wenn noch kein anatomisches Verständnis vorhanden ist.
  • Vereinfachen die Abfolge der Übungen.
  • Führen (je nach Gerät) das Training selbstständig aus.
  • Bieten abwechslungsreiche Einheiten, beugen Langeweile vor.
  • In jedem Fall: Zeitersparnis mit Hilfsmitteln.
  • Versprechen zumeist eine unkomplizierte Anwendung.

 

Auf das ist vor Kauf von Trainingsgeräten zur Stärkung des Beckenbodens zu achten

Wer zuhause regelmäßig trainieren möchte, kann sich ganz unterschiedliche Beckenbodentrainer anschaffen.

 

Bedeutend ist es, darauf zu achten, dass man genau jenes Hilfsmittel für sich auswählt, welches tatsächlich auch zu einem passt.

 

Achten Sie deshalb auf Folgendes:

  • Es gibt Beckenboden Trainingshilfen für Männer, Frauen und Kinder.
  • Berücksichtigen Sie zurückliegende Erkrankungen.
  • Beachten Sie Ihre derzeitige Konstitution.
  • Gegen welche Beschwerde soll die Trainingshilfe wirken (Muskelschicht stärken, Harninkontinenz beenden, erneuter Kinderwunsch, usw.)?
  • Auf welches Areal richten Sie das Training aus (Blase, Gebärmutter, Scheide, Beckenbodenmuskulatur, Penis, Prostata)?

Hier zur Übersicht

 

Beckenbodentrainer für die Frau

 

Liebeskugeln und Vaginalkonen – mit oder ohne Gewichte

Sie gehören zu den klassischen Beckenboden-Trainingshilfen: Liebeskugeln, Feminakonen oder Vaginalkegel. Dabei handelt es sich entweder um handliche Bälle oder um einen länglichen Konus in Kegelform.

Für die Übungen werden die Vaginalkugeln in die Scheide eingeschoben. Dies kann auch unauffällig im Alltag geschehen.

Ziel ist es, den kleinen Gegenstand eingeschlossen in der Vagina zu halten und ihn gegen das Herausrutschen abzusichern.

Der gesamte Unterleib wird stärker durchblutet, was einen zusätzlich positiven Effekt auf die Gesundheit der Frau hat. Im Laufe der Therapie kann das Gewicht der Kugeln sukzessive gesteigert werden.

 

So „lernt“ die Muskulatur der Scheide, Druck aufzubauen und gegen die Schwerkraft anzuarbeiten.

 

Hilfsmittel mit Vibration

Wem es schwerfällt, das Areal im Becken passend einzuschätzen, kann auf Liebeskugeln zurückgreifen, welche aus eigener Kraft vibrieren. Sie werden in die Vagina eingeschoben und setzen selbstständige Schwingungen frei.

Es gibt einfache Liebeskugeln, die mit einem schaukelnden Gewicht von innen bestückt sind. Üblich sind mittlerweile aber elektrische Geräte, welche sich beispielsweise mittels Bluetooth von außen steuern lassen.

Sie sind insofern praktisch, als dass sie in puncto Intensität und Intervall reglementiert werden können. Im Handel erhältlich sind sie unter Begriffen wie Vibro Ei, Bullet Vibrator, Massagekugeln oder elektrische Geisha Kugeln.

 

Vibrator

Vibratoren und Massagestäbe wurden ursprünglich von Medizinern entwickelt, um typische Frauenkrankheiten zu heilen. Heute ist die kurierende Wirkung solcher „Spielzeuge“ oftmals in Vergessenheit geraten.

Vibratoren gehören zu den etablierten Trainingshilfen und wirken in mehrerlei Hinsicht positiv. Einerseits fördern sie die Durchblutung, weil sie das Gewebe, die Nerven und Blutgefäße stimulieren.

 

Andererseits füllen sie die Scheide der Länge nach aus, was einen stabilisierenden Effekt auf den Gebärmutterhals haben kann.

 

Insbesondere nach einer Schwangerschaft kann ein Vibrator gut auf die gestauchte Scheide wirken, weil er langsam und vorsichtig das Organ glättet und nach oben hin aufrichtet. Ob darüber langfristig ein Prolaps verhindert werden kann, ist bisher nicht eindeutig geklärt.

 

Vaginalsonde

Möchte eine Patientin mit Beckenbodentraining anfangen, bevorzugt dabei aber ein eher passives Training, hilft eine Vaginalsonde. Dank diesem Gerät erfolgt die Stimulation des Beckenbodens mittels Reizstrom.

Die Sonde ist ein Biofeedbackgerät und stammt aus dem Bereich der Biofeedback-Therapien. Der Vorteil der Methode: Sie löst eine autarke Reaktion der Muskulatur aus.

Dies ist insofern bequem, weil mittels der leichten Stromimpulse beispielsweise auch Menschen mit einer Bewegungseinschränkung trainieren können.

Weil die Muskeln die Arbeit quasi willkürlich und selbstständig erledigen, ist die Beckenbodengymnastik effektiv und gründlich.

 

Pessar

Hierbei handelt es sich um medizinisch-technische Hilfsmittel, welche den Beckenboden von unten abstützen sollen. Sie werden bei verschiedenen Arten von Blasenschwäche (beispielsweise Belastungsinkontinenz) in Verbindung mit einer Beckenbodenabsenkung eingesetzt.

Die Geräte bestehen aus medizinischem Silikon und sind unterschiedlich geformt. Sie werden anatomisch an den Gebärmutterhals angepasst, von der Patientin selbstständig täglich eingeführt und regelmäßig gewechselt. Es handelt sich um sogenannte intravaginale Kontinenztherapiesysteme.

Wichtig: Pessare sollten zum Beckenbodentraining im Körper verbleiben, weil sie den Effekt verstärken.

Gängige Pessare sind:

  • Würfelpessar
  • Ringpessar
  • Schalenpessar
  • Siebpessar bzw. Siebschalen-Pessar

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Hilfsmittel für das Beckenbodentraining nach der Geburt

Frauen, die sich neben dem soeben geborenen Baby kurzfristig ein weiteres Kind wünschen, sind auf die zügige Genesung ihres Beckenbodens angewiesen.

Freilich müssen sich die Muskeln und Sehnen im Unterleib erst wieder schließen, um das folgende Baby empfangen zu können.

Wer dann ein Beckenbodentrainingsgerät für die Rückbildungsgymnastik nach der Geburt sucht, sollte sich individuell von der Hebamme oder der Gynäkologin beraten lassen. Schließlich könnten im Inneren weiterhin winzig kleine Verletzungen oder Geweberisse vorliegen, die erst abheilen müssen.

Spricht nichts gegen eine Trainingshilfe, könnte die frischgebackene Mami die Rückbildungsgymnastik beispielsweise mit Vaginalkonen, Liebeskugeln oder einer Vaginalsonde ergänzen.

Die Devise lautet: Nicht übertreiben und behutsam die zunehmende Regeneration dieser Körperregion zulassen.

 

Auf was müssen Frauen beim Beckenbodentraining mit Hilfsmitteln achten?

Jede Frau reagiert anders auf die Hilfsmittel. Während manche Damen Liebeskugeln prima vertragen und die Übungen mit ihnen als angenehm empfinden, sind andere sensibel und mögen das Gefühl des Fremdkörpers nicht.

 

Bedeutend ist es, auf das eigene Bauchgefühl zu hören.

 

Ob Konus, Kugel oder Pessar – jeder gewählte Beckenbodentrainer muss vorsichtig und mit etwas Gleitgel in die Scheide eingeführt werden.

Wer sich unwohl fühlt und die Anwendung nicht sofort beherrscht, sollte sich von einem Urologen oder der Gynäkologin die Benutzung zeigen lassen.

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Beckenbodentrainer für Sie und den Mann

 

Elektrostimulation

Immer dann, wenn ein effektives Hilfsmittel für den Beckenboden gewünscht ist, empfiehlt sich ein Training mittels Elektrostimulation. Dabei wirkt eine gewisse Frequenz an Reizstrom auf den zu behandelnden Bereich ein.

 

Therapieren lassen sich damit After, Prostata, Vagina und Blase.

 

Die Elektrostimulation geschieht mittels verschiedener Aufsätze:

Die stabförmige Analsonde kann in den Enddarm eingeschoben werden. Die kegelförmige Vaginalsonde wird in die Scheide eingeführt.

Möglich sind ebenfalls dünne Elektroden, die auf den Damm, den Penis oder auf die umliegende Haut aufgeklebt werden.

 

Diese Hilfsmittel wirken mittels elektrischer Impulse auf das Gewebe und die Muskulatur ein. Es entwickelt sich ein autonomes Zusammenspiel zwischen Spannung und Entspannung.

 

Weil sich damit große Bereiche trainieren lassen, gelten solche Geräte als sehr effektiv fürs Beckenbodentraining. Unterscheiden muss man zwischen verschiedenen Systemen:

  • TENS Geräte / TENS Training: Hierbei erfolgt eine Reizung der Nervenbahnen. Die Kontraktionen sind eher gering, dafür aber weitreichend.
  • EMS Gerät / EMS Training: Mit einem solchen Produkt lassen sich verschiedene Muskeln gezielt ansprechen.
  • TENS-EMS Gerät: Der Apparat kombiniert die Vorteile der transkutanen Nervenstimulation mit den Vorzügen der elektrischen Muskelstimulation. Die Beckenbodenübungen können effizient durchgeführt werden.
  • EMG Biofeedback: Dabei misst das Gerät zusätzlich den Muskeltonus des Patienten. So erfährt der Anwender, inwiefern er die Muskeln zusammenziehen kann. Durch die Rückmeldung der Sonde bzw. der Elektroden lassen sich die Trainingsfortschritte leicht überwachen und der Patient gewinnt an Sicherheit.

 

Vibrationsplatte/Rüttelplatte

Wird der gesamte Körper kräftig durchgeschüttelt, richtet der Patient sich instinktiv auf und spannt die Muskeln an. Dadurch festigt sich automatisch der Beckenboden.

Obwohl das Vibrationstraining ursprünglich von Physiotherapeuten entwickelt wurde, um Profisportler zu noch mehr Kraft und Ausdauer zu verhelfen, bemerkte man schnell den insgesamt kräftigenden und konstruktiven Effekt auf die Muskeln des Körpers.

Das Besondere: Während der Patient auf der vibrierenden Platte steht und nur zurückhaltende Übungen ausführt, spannen sich sogar tiefe Muskelstränge und Faszien an, die sonst eher schwerlich zu erreichen wären.

Wer den Beckenboden trainieren, den Muskeltonus verbessern und nebenbei seine Körperhaltung aufrichten möchte, sollte sich eine kleine Vibrationsplatte für den privaten Haushalt anschaffen.

 

Sitzkissen

Insbesondere Menschen, die häufig sitzen, profitieren von dem flexiblen Kunststoffkissen. Es wird auf die Stuhlfläche gelegt und hält das Becken sowie die Hüftgelenke immer ein wenig in Bewegung.

Weil unbewusst rollende oder schwingende Positionsänderungen vollzogen werden, um die Instabilität des Untergrundes auszugleichen, vollzieht sich zugleich eine passive Stärkung der Beckenbodenmuskulatur.

Die Kissen sind beispielsweise bei Frauen nach der Geburt beliebt, weil sie nicht nur den Unterleib aufbauen, sondern durch die milden Bewegungen das Baby beim Stillen sanfter einschlafen lassen.

Männer bevorzugen das flexible Sitzkissen beispielsweise als Auflage auf dem Schreibtischstuhl. Hier fördert die wippende Oberfläche den Muskelaufbau im kleinen Becken und hilft dabei zusätzlich, eine aufrechte Haltung einzunehmen.

 

Trampolin

Auf dem Trampolin zu hüpfen, macht Spaß. Dass dabei nebenbei der Beckenboden trainiert wird, ist ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt.

Durch das regelmäßige Auf- und Abspringen wird der gesamte Beckenbodenbereich immens angeregt und durchblutet.

 

Die Schwerkraft zieht an den Muskeln, Bändern und Gelenken und sorgt dafür, dass der gesamte Urogenitaltrakt in eine neue Balance kommt.

 

Durch die sukzessive Straffung des Bindegewebes finden die inneren Organe wieder an ihren alten Platz zurück.

Achten sollten Männer und Frauen darauf, dass schon ein kleines Trampolin ausreicht, um positive Effekte feststellen zu können.

Das ist insbesondere für ältere Menschen wichtig, die sich scheuen, einen öffentlichen Trampolinpark aufzusuchen.

Wer möchte, kann sich ein kleines Trampolin für zuhause anschaffen und durch die rhythmischen Sprungbewegungen innerhalb weniger Wochen seinem Beckenboden zu neuer Kraft verhelfen.

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Beckenbodentrainer für das Kind

Eine organische Beckenbodenschwäche ist bei Kindern äußerst selten und zeigt sich meist nach Ereignissen wie Unfällen oder Erkrankungen.

Liegt bei dem Kind beispielsweise eine Inkontinenz vor, so könnte eher eine Empfindungsstörung dahinterstecken.

Durch ein gezieltes Beckenbodentraining kann dann die Sensibilität weiter ausgebaut werden.

 

Daneben lernt der Nachwuchs den Bereich einzuschätzen und willentlich zu steuern.

 

Gymnastikball oder Pezziball

Der federnde Ball ist ein idealer Beckenbodentrainer für Kinder. Auf ihm kann sorglos herumgeturnt werden, womit die Übungen viel leichter fallen.

Unter Anleitung können schon die Kleinsten darauf spielerisch trainieren und erste Gleichgewichtsübungen ausprobieren.

Auf dem Gummiball sitzend ist es einfacher, einem Kind den Beckenboden zu erklären und die Funktionen erlebbarer zu machen. Der weiche Ball ist aber ebenso bei Kindern sinnvoll, die über einen zu intensiven Tonus im Beckenboden verfügen.

Sie geben unter Umständen die Harnmenge nur stoßweise ab und könnten in Folge des Unvermögens zunehmend einen Harnverhalt entwickeln.

 

Um den Beckenbereich zu dehnen und zu entspannen, ist das Training auf dem weichen Ball besonders angenehm.

 

Sitzkissen

Zeigt sich bei dem Kind eine Inkontinenz, liegt manchmal eine zu schwache oder starke Spannung im Beckenbereich vor.

Soll diese während des Alltags unkompliziert therapiert werden, bietet sich ein flexibles Sitzkissen an. Die Unterlage aus Kunststoff kann in der Schule oder in der Freizeit untergelegt werden und regt nebenbei die Motorik der Hüfte an.

So wird sich das Kind dieses Areals besser bewusst und kann das Training anschließend problemlos nachvollziehen.

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