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Libido natürlich steigern & Lustlosigkeit loswerden


Libido natürlich steigern

Wenn der Funke nicht mehr zündet und sich im Bett allmählich Langeweile breitmacht, spricht man umgangssprachlich von einem Verlust der Libido. Es herrscht sexuelles Desinteresse und der Mann oder die Frau haben kaum mehr Lust an körperlicher Zweisamkeit – weder in der Beziehung, noch außerhalb.

 

 

Was ist die Libido?

Mit Beginn der Pubertät setzt die Libido bei Männern wie Frauen ein. Mit dem Begriff Libido beschreibt man das körperliche Verlangen nach Sexualität.

Dieser Wunsch zeigt sich in physischem Begehren, dem konkreten Verlangen und der Lust auf leibhaftigen Sex.

Vor allem in jungen Jahren ist der Sexualtrieb immens ausgeprägt und kann zu vielen sexuellen Abenteuern verleiten. Mit steigender Lebenszeit schwächt sich die Lust allmählich ab.

Männer wie Frauen zeigen ab der Mitte des Lebens oft eine gewisse sexuelle Lustlosigkeit, die in vielen Partnerschaften als Mangel an gegenseitigem Interesse interpretiert wird.

Oft leiden Männer dann zusätzlich unter einer Impotenz und Frauen ziehen sich zurück. Konkret steckt hinter dem sexuellen Desinteresse aber zumeist eine hormonelle Veränderung im Körper eines Erwachsenen.

 

Wer unter einem Libidoverlust leidet, sollte zwar sein privates Umfeld auf Störfaktoren untersuchen, ebenso aber zusätzlich eine körperliche Ursache in Betracht ziehen.

 

Wo sitzt die Libido?

Maßgeblich gesteuert wird die männliche Libido von speziellen Hormonen. Durch die Ausschüttung von Testosteron entwickeln sich nicht nur eindeutige maskuline Geschlechtsmerkmale, sondern ebenso eine zunehmende Potenz.

Ausgeschüttet wird das Sexualhormon beim Mann in den Hoden. Bei Frauen wird die Lust auf Sex durch das Hormon Östrogen angeregt. Es wird in den Eierstöcken gebildet und unterliegt periodischen Schwankungen.

 

Von dort aus zirkuliert der Botenstoff durch den Körper und sorgt für Lust – oder eben Lustlosigkeit.

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Ursachen von Libidoverlust

Auch wenn kaum jemand über das Thema sprechen möchte: Ab einem gewissen Alter, etwa ab 40 Jahren, leiden äußerst viele Männer (aber auch Frauen) an einem Libidoverlust. Dafür können unterschiedliche Gründe ursächlich sein.

  • Koronare Herzkrankheiten: Sie führen zu einer Verminderung der Durchblutung in den feinen Gefäßen, drosseln somit den Hormonaustausch.
  • Schilddrüsenunterfunktion: Bringt das hormonelle Gleichgewicht durcheinander.
  • Diabetes: Schränkt die Durchblutung ein, hemmt bestimmte Hormone.
  • Depression: Durch die verminderte Serotoninausschüttung wird zusätzlich das Testosteron gehemmt.
  • Schlaganfall.
  • Multiple Sklerose.
  • Hypogonadismus: Organische Störung der Keimdrüsen, was zu einer verminderten Ausschüttung von Testosteron bzw. Östrogen führt.
  • Alkoholmissbrauch.
  • Beruflicher Stress.
  • Soziale oder familiäre Belastungen.
  • Übergewicht: Mikro-Entzündungen im viszeralen Bauchfett drosseln die Testosteronproduktion.
  • Bewegungsmangel: Sport fördert die Produktion von Testosteron.
  • Medikamente
Was viele Männer nicht wissen: Manche Arzneimittel können auf das endokrine Gleichgewicht einwirken, was die Testosteronbildung beeinträchtigen könnte.

Dazu zählen Blutdrucksenker, Antidepressiva, Betablocker, ACE-Hemmer, Blutverdünner, entwässernde Präparate (Diuretika), Mittel zur Anregung des Haarwuchses, Medikamente zur Behandlung von Prostatavergrößerung oder Prostatakrebs.

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Unterschiede bei Frauen und Männern

Frauen leiden ebenfalls häufig an einer Störung der sexuellen Unlust. Sie benötigen viel Östrogen, um sich sexy und liebenswert zu fühlen.

Ein Problem kann deshalb die Einnahme der Anti Baby Pille darstellen. Es wird vermutet, dass die künstliche Hormongabe ein Faktor für sexuelle Unlust sein könnte.

Insbesondere am Ende der Schwangerschaft und in den ersten Wochen nach der Entbindung tendiert die sexuelle Lust bei frischgebackenen Mamis gegen Null. Ebenso kristallisiert sich mit den Wechseljahren eine neue Hormonzusammensetzung heraus.

Weil die Östrogenproduktion zurückgeht und männliche Hormone dominieren, fühlen sich viele Frauen sexuell unattraktiv und zeigen sich somit uninteressiert.

 

Landläufig unterstellt man Frauen schnell, „frigide“ zu sein. Tatsächlich aber sind sie nicht häufiger von Unlust betroffen als Männer, nur zeigen sie dies eher.

 

Die Libido steigern durch Beckenbodentraining

Wer seine Libido steigern möchte, sollte jenen Bereich fokussieren, der für die Produktion der Hormone verantwortlich ist – den Beckenboden.

 

Je besser dieser durchblutet wird, desto eher schwemmen Hoden bzw. Eierstöcke die wichtigen Hormone in den Organismus.

 

Besonders leicht lässt sich die Libido (Sex-Fähigkeit) steigern mit einem speziellen Beckenbodentraining. Die gymnastischen Übungen zielen auf die Reaktivierung und Stärkung des Unterleibes und fördern somit den Austausch von Blut, Sauerstoff und Nährstoffen.

Ein regelmäßig trainierter Beckenboden erhöht nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern kann elementar dazu beitragen, die Lust wieder zu erwecken.

Apropos: Beckenbodentraining ist weder schwer noch zeitaufwendig. Die Übungen funktionieren ähnlich wie Yoga und können prima alleine, aber auch gemeinsam als Paar, absolviert werden.

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Luststeigernde Lebensmittel

Wer die Libido ohne Medikamente steigern möchte, setzt neben dem Beckenbodentraining gerne auf natürliche Nahrungsergänzungen oder spezifische Lebensmittel.

Es gibt mehrere Komponenten, welche den Testosteronspiegel beeinflussen:

 

Mineralien und Mikroelemente

Von den vielen essenziellen Spurenelementen stehen dabei insbesondere Zink, Jod und Selen im Fokus. Diese winzig kleinen Mineralien sind am Zellaustausch beteiligt.

Nur wenn die Kommunikation innerhalb der Zellen möglich ist, lassen sich die Hormone überhaupt produzieren. Deshalb sollten diese Lebensmittel regelmäßig auf dem Speiseplan stehen:

Für Zink:

  • Kürbiskerne
  • Haferflocken
  • Hülsenfrüchte
  • Rindfleisch
  • Vollkornreis
  • Sonnenblumenkerne
  • Walnüsse

Für Jod:

  • Seefisch
  • Algen (Sushi)
  • Meeresfrüchte

Für Selen:

  • Paranüsse
  • Kohl
  • Reis
  • Pilze
  • Spargel
  • Hülsenfrüchte
  • Vitamine

Es ist kein Geheimnis, dass nur in einem gesunden Körper alle Abläufe effektiv ineinandergreifen. Um die Libido zu steigern, sollten Männer wie Frauen auf frische und tunlichst unverarbeitete Lebensmittel setzen. Das ist über den Genuss von Obst und Gemüse leicht möglich.

 

Omega-3-Fettsäuren

Die wichtigen Fettsäuren steuern die Nervenübertragung und sind auch am Hormonhaushalt beteiligt. Je besser die Zellen von innen „geschmiert“ sind, desto effektiver die Übertragung.

Die wichtigen Omega-3-Fettsäuren finden sich in fettem Seefisch sowie hochwertigen Pflanzenölen wie Leinöl, Chiaöl, Perilla-Öl oder Hanföl (1 Esslöffel pro Tag).

Achtung: Ein einzelnes Lebensmittel wird nicht per se nicht helfen können. Vielmehr muss sich ein Zusammenspiel aus mehreren Komponenten ergeben, weil sich die allermeisten hormonellen Veränderungen gegenseitig beeinflussen.

 

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung steigert nicht nur die Libido, sondern erhält insgesamt die Gesundheit und tut der Psyche gut.

 

Pflanzliche Mittel

Wenn Männer ihr Verlangen mit natürlichen Mitteln steigern möchten, könnten diese Heilmittel helfen:

  • Maca
  • Damiana
  • Ginkgo
  • Tongkat Ali (auch als Malaysisches „Viagra“ bekannt)

Möchten Frauen ihre Sexualität verbessern und ihre Orgasmusfähigkeit steigern, könnten diese Mittel vielleicht helfen:

  • Damiana
  • Clavo huasca

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Kann man mit einer Hormonbehandlung die Libido steigern?

Es klingt zu verlockend: Ließe sich mit einer Hormontherapie die Lust steigern, würden vermutlich viele Männer und Frauen zu den entsprechenden Pillen, Pflastern oder Ampullen greifen.

 

Doch die Nebenwirkungen sind nicht zu unterschätzen.

Heute wird die medizinische Hormonbehandlung nur dann empfohlen, wenn eine ernstzunehmende Erkrankung damit behandelt werden soll (nicht um die Libido zu steigern).

Zu groß ist die Gefahr, dass durch die Gabe von künstlichen Hormonen unerwünschte Nebenwirkungen entstehen können. Hintergrund ist, dass der Hormonwert stündlich schwankt und deshalb nur in aufwendigen klinischen Tests der tatsächliche Wert ermittelt werden kann.

Mit einer schlichten Blutabnahme ist es leider nicht getan.

Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zeigen, dass mit einer unsachgemäßen Hormonbehandlung nicht selten erhebliche Risiken und eventuelle Folgeerkrankungen verbunden sein können.

 

Tipps für eine gute Libido

  • Organische Ursachen ärztlich ausschließen lassen.
  • Berufliche wie private Probleme minimieren.
  • Für ausreichend viel Sport und Bewegung sorgen.
  • Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung einführen.
  • Normalgewicht anstreben.
  • Die Partnerschaft pflegen und Lust stärker kultivieren.
  • Den Lebensstil insgesamt überdenken und am besten den Alltag entstressen.
  • Das Thema konstruktiv (ohne Schuldzuweisungen) mit dem Partner besprechen.
  • Sex und Zweisamkeit genießen, ohne auf den Höhepunkt „hinzuarbeiten“.

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