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Emla Creme – Die Betäubungssalbe bei vorzeitigem Samenerguss


Frau und Mann Umarmung

Wie praktisch wäre es, wenn die sexuelle Lust länger ausgelebt werden könnte! Möglich macht dies ein Medikament, welches die Stimulationswahrnehmung gezielt herabsetzt. Indem Emla Creme die manuelle Reizweiterleitung im Penis selbst unterbindet, empfindet der Mann trotz Stimulation eine geringere sexuelle Anregung. Dadurch lässt sich ein vorzeitiger Samenerguss meist wirkungsvoll verhindern.

 

 

Was Sie über das Präparat wissen müssen und wie Emla Salbe genau einzusetzen ist, finden Sie hier zusammengefasst.

 

 

Was ist die Emla Creme?

 

Emla Creme

Bei der Creme handelt es sich um ein medizinisches Lokalanästhetikum, also eine Betäubungscreme. Emla Salbe wird dafür genutzt, die Reizübertragung von der Haut zum Gehirn hin zu unterbinden. Dadurch stellt sich ein schmerzstillender, betäubender Effekt ein.

Entwickelt wurde Emla Creme ursprünglich, um bei kleineren chirurgischen Eingriffen entsprechende Schmerzen und qualvolle Empfindungen auszuschalten. So kommt die Salbe etwa vor dem Legen eines Katheters, vor der Blutabnahme oder zur Behandlung verletzter Hautschichten zum Einsatz.

Aufgrund der verlässlichen und gut zu kalkulierenden Wirkung gilt Emla Salbe jedoch auch als bewährtes Hausmittel, um eine vorzeitige Ejakulation zu verhindern. Die Betäubungscreme wird von Männern immer dann eingesetzt, wenn die Empfindlichkeit des Genitalbereichs effektiv reduziert werden soll, um den Höhepunkt aufzuschieben bzw. den vorzeitigen Samenerguss zu unterbinden.

Übrigens: Emla Salbe wird ebenso häufig für Beauty-Eingriffe genutzt. So ist es üblich, betroffene Hautpartien vor dem Tätowieren, Lasern, Piercen, Peelen oder dem Waxen damit zu betäuben.

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Wie wirkt Emla Creme?

Die Salbe besteht aus zwei verschiedenen Arzneistoffen: Lidocain und Prilocain. Mischt man diese beiden Substanzen miteinander, ergibt sich eine pastöse Masse. Trägt man die Creme auf die Haut auf, wird die Masse umgehend flüssig und zieht zügig ein.

In den unteren Hautschichten angekommen setzen sich die Wirkstoffe an die Nervenenden. Hier blockieren sie bestimmte Sinneszellen. Jetzt sind die sensiblen Rezeptoren plötzlich nicht mehr dazu in der Lage, äußere Reize wie Schmerz, Druck, Wärme und Kälte zu registrieren und an das Gehirn weiterzuleiten.

 

Die Haut fühlt sich an der behandelten Stelle taub an – sie ist narkotisiert.

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Anwendung – wie benutzt man Emla Creme?

Auftragen

Die Betäubungscreme kommt immer dann zum Einsatz, wenn damit ein vorzeitiger Samenerguss verhindert werden soll. Die Salbe wird dazu im Bereich der Eichel und der oberen Penisspitze aufgetragen. Da hier die meisten Nervenenden zusammenlaufen, wird an dieser Stelle die Reizübertragung gezielt blockiert. Hoden oder Damm müssen nicht mit der Emla Creme anästhesiert werden.

 

Dosierung

Beachten muss man, dass Emla Salbe von Schleimhäuten ganz besonders effektiv aufgenommen wird. Deshalb sollte man es mit der Dosierung nicht übertreiben. Es reicht meist aus, eine etwa haselnussgroße Menge der Betäubungscreme aufzutragen. Schließlich sollen Eichel und Penisspitze nicht gänzlich betäubt, sondern lediglich etwas unsensibler gemacht werden.

 

Hände waschen:

Damit die Fingerspitzen nicht taub werden, sollten die Hände nach dem Auftragen gründlich gereinigt werden.

 

Wie lange einwirken lassen – Wie schnell wirkt die Emla Salbe?

Die Substanz zieht meist rückstandslos in die Haut ein. Rund 25 bis 30 Minuten nach dem Auftragen ist eine deutliche Wirkung der Betäubungscreme zu spüren. Die Oberfläche der Haut wird unempfindlich gegenüber Berührungen, Druck und Stimulation – ein taubes Gefühl stellt sich ein.

 

Creme-Reste abwaschen

Wurde eine große Menge der Salbe aufgetragen, sollten aufliegende Reste nach dem Einsetzen der Betäubung abgewaschen werden, um das Glied nicht zu stark zu beruhigen.  Auch sollte der Penis sicherheitshalber gesäubert werden, um eine Übertragung der Creme auf die Partnerin zu vermeiden.

Wer ein Kondom benutzt, sollte ebenfalls vorab die Salbenreste (etwa mit einem feuchten Reinigungstuch für den Intimbereich) entfernen.

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Wie lange wirkt die Betäubungscreme?

Die Wirkungsdauer hängt von der vorab aufgetragenen Dosis ab. Je dicker die Salbe auf die Haut appliziert wird, desto tiefgreifender fällt die anschließende Betäubung aus – gleichzeitig lässt sich damit jedoch die vorzeitige Ejakulation sicher verhindern.

Es empfiehlt sich, Emla Creme zunächst nur dünn aufzubringen und einwirken zu lassen. Der taub machende Effekt sollte dann rund eine Stunde lang anhalten. Wurde sehr viel Lotion aufgetragen, kann die Wirkungsdauer entsprechend länger ausfallen.

Übrigens: Angst muss niemand davor haben, nun langfristig ein gefühlloses Geschlechtsorgan zu haben. Nach maximal fünf Stunden lässt die Wirkung in jedem Fall nach, weil dann die Rezeptoren nicht mehr auf die blockierenden Wirkstoffe reagieren.

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Wo wird die Betäubungscreme überall verwendet?

Emla Creme wird in geringer Menge großflächig entlang der Eichel und dem Eichelrand (Vorhaut zurückziehen), am Vorhautbändchen, sowie am Penisschaft aufgetragen. Dann stellt sich eine insgesamt betäubende Wirkung an der eingecremten Hautoberfläche ein. Ein vorzeitiger Samenerguss wird so verhindert.

Die Betäubungscreme lässt sich aber auch punktuell auftragen (etwa nur an der Spitze der Eichel oder am Eichelrand). So kann die Sensibilität dezidiert herabgesetzt werden, ohne eine zu starke Beeinträchtigung der sexuellen Wahrnehmung zu erleiden. Das ist insbesondere dann praktisch, wenn die vorzeitige Ejakulation zwar verhindert, dass Lustempfinden aber möglichst erhalten bleiben sollen.

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Betäubungscreme wo kaufen – die Kosten im Überblick

Emla Creme ist apothekenpflichtig, nicht aber verschreibungspflichtig – der Kauf ohne Rezept ist möglich. Insofern kann eine kleine Tube (30 g) in jeder Apotheke oder Versandapotheke erworben werden (PZN: 00235016).

Die Preise variieren stark. Während der stationäre Handel durchaus bis zu 40 EUR pro Tube verlangt, verkaufen viele Online-Apotheken das gleiche Präparat für rund 28 bis 30 EUR.

Wer eine größere Tube kaufen oder die Wirkstoffe als Ampulle in die Haut injizieren möchte, benötigt für diese Art der Darreichung ein Rezept.

 

 

Aufbewahrung

Die Betäubungscreme sollte bei Zimmertemperatur und nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden.

 

Nebenwirkungen

Das Präparat gilt als sicher und gut erforscht. Trotzdem kann es bei empfindlichen Personen zu Nebenwirkungen kommen. So kann die betroffene Hautstelle mit Rötungen oder Blässe, einem Ödem, Juckreiz oder einem Brennen reagieren. Ebenso kann es möglich sein, dass die Betäubung mit einem unangenehmen Kribbeln einhergeht.

 

Warnhinweise

Die Creme darf nicht im Bereich der Augen und Ohren eingesetzt werden. Wer empfindlich auf die Bestandteile Lidocain oder Prilocain reagiert, sollte vorsichtshalber seinen Arzt befragen. Auf offene Wunden darf die Creme nicht aufgetragen werden. Ebenso ist zu beachten, dass auf frisch rasierter Haut etwaige Reizungen entstehen könnten.

Weil die Wirkstoffe über die Muttermilch weitergegeben werden, sollte eine stillende Partnerin nicht über den Penis des Mannes mit dem Mittel in Kontakt kommen.

Bei unsachgemäßer und überdosierter Anwendung können Vergiftungserscheinungen wie Unruhe, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall und sonstige allergische Reaktionen auftreten.

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Angaben der Packungsbeilage

Es handelt sich bei dem Präparat um ein medizinisches Lokalanästhetikum. Folglich beziehen sich alle Angaben des Beipackzettels darauf, eine maximale Narkotisierung der Haut herbeizuführen (etwa um eine Hautbiopsie oder eine Warzenentfernung durchzuführen).

Aus diesem Grund werden in der Packungsbeilage großzügige Mengenangaben sowie eine lange Einwirkzeit (unter einem Verband oder Pflaster) empfohlen. So soll die Haut tiefgreifend narkotisiert werden.

Wer dagegen Emla Salbe nutzt, um eine vorzeitige Ejakulation zu verhindern, möchte in der Regel keine vollständige Betäubung seines Genitals herbeiführen. Vielmehr soll einzig die Reizweiterleitung dahingehend abgeschwächt werden, dass die Stimulation etwas geringer ausfällt. Auch soll das Lustempfinden nicht allzu stark eingeschränkt werden.

Tipp: Deshalb sollten Betroffene vorab ausprobieren, wie viel oder wie wenig Betäubungscreme notwendig ist, um die Empfindsamkeit des Penis herabzusetzen und somit einen vorzeitigen Samenerguss zu verhindern – ohne dass dabei aber eine vollständige Betäubung stattfindet.

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