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Ausgeleiert, wenn die Vagina zu weit ist – alles was Sie wissen müssen um natürlich enger zu werden

 

Experte Anastasia Romanova

Anastasia Romanova | Experte für Intimfitness


enger werden

Die allermeisten Frauen bemerken im Laufe ihres Lebens eine Veränderung im Intimbereich. Die Vagina, die gut versteckt zwischen den Beinen sitzt, scheint „zu weit“ oder „ausgeleiert“ zu sein. Doch kann das ernsthaft sein? Das heikle Thema, über das keine Frau so recht sprechen mag, wird meist erst im vertraulichen Dialog mit der Gynäkologin thematisiert. Zu groß sind die Scham und die Angst davor, selbst etwas dazu beigetragen zu haben.

 

Was Sie über das heikle Thema wissen müssen und welche Möglichkeiten es gibt, die Scheidenwände zu stärken, erfahren Sie hier.

 

Wieso wird die Scheide weiter?

Zunächst mag es ein diffuser Eindruck sein. Irgendwann aber kommt keine Frau umhin, eine signifikante Veränderung an sich festzustellen. Dann nämlich, wenn beispielsweise der Penis beim Geschlechtsverkehr kaum mehr zu spüren ist, oder wenn plötzlich selbst große Tampons keinen Halt mehr finden, hat sich etwas verändert. Dabei gibt es mehrere Faktoren, die zu einer weiten Scheide beitragen.

 

Geburt

Es ist kein Geheimnis, dass sich die Scheide während einer vaginalen Entbindung übermäßig stark auseinander dehnt. Das gesamte Gewebe wird bis aufs äußerste geweitet und gespannt. Ist das Kind auf der Welt und wird gestillt, sorgen die „Nachwehen“ dafür, dass sich Scheide und Gebärmutter wieder zurückziehen.

Doch nicht immer klappt die Rückbildung so gut, dass der Scheideneingang nach der Geburt wieder seine ursprüngliche Form annimmt. In den allermeisten Fällen bleibt der Scheidenkanal langfristig geweitet und die Frau fühlt sich geradewegs ausgeleiert. Dazu kann man mit einem Beckenbodentraining während der Schwangerschaft vieles vorbeugen und entgegenwirken.

 

Dammschnitt

Ein großes Kind, eine schnell eingeleitete Geburt oder eine lange Austreibungsphase können dazu führen, dass Ärzte einen Dammschnitt vornehmen. Die Verletzung wird nach der Geburt wieder vernäht. Manchmal jedoch schaffen es die Ärzte nicht, das Gewebe korrekt zu platzieren.

Dann klagen Frauen darüber, dass sie nach dem Dammschnitt entweder zu eng sind, oder aber, dass sie eine „zu weite Muschi“ haben.

 

Natürliche Alterung des Beckenbodens

Wie das übrige Gewebe des Körpers auch, altert ebenso der Beckenboden. Äußerlich zeigt sich das brüchige Zellgewebe in Form von Cellulitis. Im Intimbereich bemerkt man die ausgeleierten Muskeln und Bänder des Beckenbodens daran, dass die Scheide weiter wird.

Wenn also Frauen davon sprechen, eine „ausgeleierte Muschi“ zu haben, muss nicht zwingend eine Geburt vorangegangen sein. Ebenso trägt der normale Alterungsprozess dazu bei, dass das Gewebe an Festigkeit verliert.

 

Hormonelle Veränderungen und Wechseljahre

Der Zustand des Intimbereiches wird signifikant durch das hormonelle Gleichgewicht beeinflusst. Kommt es hier zu Veränderungen (Medikamente oder Wechseljahre), wirkt sich das auf die Beschaffenheit von Gewebe, Muskeln und Faszien aus.

Nicht nur das Mikroklima bzw. Milieu verändert sich, sondern ebenso Struktur, Form und Aussehen. Das schlägt sich letztlich darin nieder, dass sich die Anatomie verändert – der Beckenboden sinkt ab, die Scheide wird weit.

Hier zur Übersicht

 

Wie werde ich enger?

Für Anfängerinnen besteht die Übung eingangs darin, die Scheide als muskulären Schlauch zu erspüren. Durch das Zusammendrücken und anschließende Entspannen des Scheideneingangs soll der Bereich greifbar enger werden.

Im weiteren Verlauf des Trainings sorgen die klassischen Übungen aus der Beckenbodengymnastik dafür, dass der Intimbereich zunehmend an Festigkeit und Straffheit gewinnt.

Wer durch Beckenbodentraining enger werden möchte, sollte die Übungen regelmäßig absolvieren, um eine zügige Verengung der Scheide anzuregen.

Es wird von Ärzten, Physiotherapeuten und Hebammen empfohlen und kann in Eigenregie zuhause praktiziert werden.

 

Vorteile des Beckenbodentrainings

Wer schon einmal Hanteln gestemmt hat weiß, wie wichtig das Zusammenspiel von Gegendruck und stetigen Wiederholungen ist. Ähnlich ist das professionelle Scheidentraining. Bei den Übungen geht es darum, die Kraft der Vagina wahrzunehmen, diese zu steuern und bewusst einsetzen zu können.

 

Um wieder enger zu werden

Beim Beckenbodentraining für Frauen lernt man, wie sich die Muskeln und Bänder im kleinen Becken gezielt anspannen und entspannen lassen. So soll der gesamte Intimbereich gestärkt und re-moduliert sowie enger werden können.

Hintergrund ist, dass die Wände der Scheide mit kräftigen, gitterartigen Muskeln bespannt sind (sog. Levatorschenkel). Indem das Gewebe gezielt trainiert wird, verengen diese sich und gewinnen zunehmend an Festigkeit.

Langfristig liegen die Scheidenwände wieder feste aufeinander und die Vagina ist straff und schmal.

 

Für eine unbeschwerte Sexualität

Ist die Scheidenmuskulatur nach einer Geburt ausgeleiert und die Vagina in ihrer Länge verkürzt (vorgelagerter Muttermund), kann es im Bett zu Schmerzen und Empfindungsstörungen kommen.

Dringt der Partner ein, ist dies kaum wahrnehmbar. Ebenso wenig ist Reibung spürbar. Außerdem ist es unangenehm, wenn die Eichel den Gebärmutterhals penetriert.

Durch ein regelmäßiges Beckenbodentraining nach der Geburt bauen sich die Scheidenwände wieder auf und die Zervix rückt in ihre ursprüngliche Position an den Uterus heran. So kommen beide Partner zu mehr Freude im Bett.

 

Alternative zur Vaginalstraffung

Viele Frauen fürchten den aufwendigen Eingriff, der zudem aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Die Beckenbodengymnastik ist die sanfte Alternative zur Vaginalstraffung bzw. Vaginalverjüngung.

Die gymnastischen Übungen lassen sich diskret zuhause einüben und wirken insgesamt stärkend auf das Areal. Die Methode wirkt sanft, nachhaltig und ohne Blutvergießen.

 

Schutz vor Gebärmuttervorfall

Sich „ausgeleiert“ zu fühlen ist unschön. Dramatischer wird es indes, wenn die nicht trainierte Scheidenmuskulatur es zulässt, dass sich die Gebärmutter nach unten hin absenkt.

Dann entsteht ein therapeutisches Krankheitsbild, welches aufwendig behandelt werden muss. Um dem drohenden Prolaps von Scheide, Gebärmutter und Blase vorzubeugen, ist die regelmäßige Beckenbodengymnastik das Mittel der Wahl.

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Hilfsmittel um den Scheidenmuskel zu trainieren

Ist die Scheide zu weit, können kleine Trainingshilfen in Form von Liebeskugeln, Feminakonen oder Vaginalkonen praktisch sein. Diese Hilfsmittel werden in die Vagina eingeführt und regelrecht zwischen die Scheidenwände eingeklemmt.

Dort verbleiben die Konen mehrere Minuten oder einige Stunden und begleiten die Trägerin durch den Alltag. Um die Kugeln zu halten, sind die Scheidenwände permanent angespannt, was zu einem stetigen Aufbau der Muskulatur führt.

 

Wer eine passive Stärkung der Scheidenwände möchte, kann auf elektrische Beckenbodentrainer setzen. Die kleinen Geräte sind ganz ähnlich wie Liebeskugeln gebaut, geben aber einen leichten Stromimpuls oder eine sanfte Vibration ab.

Mittels Biofeedback-Kontrolle sind manche dieser Geräte dazu in der Lage, die Intensität des Drucks zu bestätigen.

 

 

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