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Dilator: Ein medizinisches Werkzeug für mehr Spaß und Vergnügen!


Dilator

Es ist ein spezielles Gefühl, wenn ein fremder Gegenstand in den Körper eingeführt wird. Manchmal lässt sich eine solche Behandlung aus medizinischer Sicht nicht umgehen – in manchen Fällen jedoch wird die Anwendung auch freiwillig vollzogen. Zum Einsatz kommt bei beiden Sachverhalten ein sogenannter Dilator.

 

Was ein Dilator genau ist und wie ein solches Hilfsmittel anzuwenden ist, steht hier.

 

 

 

Was ist ein Dilator?

Grundsätzlich versteht man unter einem Dilator (auch Dilatator oder Bougie genannt) ein längliches, konisch geformtes Instrument, welches in verschiedene Körperöffnungen eingeführt werden kann. Hier wird es dazu genutzt, das umliegende Bindegewebe dahingehend zu spreizen, dass die Öffnung im Laufe der Behandlung dehnfähiger und weiter wird.

Solche Körperöffnungen können sein:

  • Harnröhre (Urethra)
  • Zum Vagina dehnen
  • Anus
  • Gebärmutterhals
  • Speiseröhre
  • Stichkanal

Es gibt unterschiedliche Beweggründe, weshalb Dilatoren eingesetzt werden. Im klinischen Alltag ist die subkutane Dilatation der Haut beispielsweise notwendig, um etwa den Zugang für einen Venenkatheter offen zu halten.

Ferner könnte ein Unfall, eine Operation oder eine Erkrankung ursächlich sein, insbesondere dann, wenn die Dilatation im Urogenitaltrakt vorgenommen wird.

Typische Befunde sind:

  • Nach einer geschlechtsanpassenden Operation.
  • Zur Behandlung von Vaginismus (Krämpfe innerhalb der Vagina).
  • Bei sog. „Paarungsschmerz“ (Dyspareunie), hervorgerufen durch Verspannungen im Beckenboden.
  • Zur Behandlung von Verwachsungen nach Unfällen, Operationen oder der Geburt.
  • Während einer Krebstherapie.
  • Zur Vorbereitung einer umfangreichen Katheterisierung.
  • Erotischer Einsatz
  • Nicht selten wird das Werkzeug aber auch privat genutzt, um während des Liebesspiels damit Harnröhre, Vagina oder Anus zu stimulieren.

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Was bewirkt ein Dilator?

Der kegelförmige Stab wird sanft in die Körperöffnung eingeführt. Hier kann er entweder verweilen oder er wird eine Zeit lang hin und her bewegt. Reicht die Stimulation nicht aus, könnte ein Utensil mit einem etwas größeren Umfang gewählt werden.

Ziel ist es, auf das umliegende Gewebe einen gewissen Druck auszuüben, damit dieses sich allmählich weitet. Für viele Menschen steht jedoch weniger die Dehnung im Vordergrund, als eher eine sexuelle Stimulation der empfindlichen Körperöffnung.

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Dilator Arten

 

Silikon Dilator: Die schmalen Stäbe aus weichem Kunststoff sind minimal biegsam. Sie fördern ein verletzungsfreies Einführen und passen sich dem Körper gut an. Nach kurzer Zeit bemerkt der Träger die Dilatation kaum mehr. Männer wie Frauen können das Instrument nutzen.

 

Dilator mit Bohrung: Solche bestehen aus einer Art hohlen Röhre. Diese Hülse wird beispielsweise in die Harnröhre eingeschoben und verbleibt darin. Dank des inneren Kanals können Urin oder Sperma quasi abgegeben werden.

 

Dilator mit Ring: Hierbei handelt es sich um ein Instrument, welches einerseits eine Bohrung, also einen inneren Kanal hat, zusätzlich aber im vorderen Bereich mit einem Ring abschließt. Zwei Gründe sprechen für den Ring: Einerseits lässt der Dilatator sich damit bequemer entfernen. Andererseits ist der Ring nützlich, um an einem äußeren Intimpiercing zu befestigen. Der mit Ring wird meist von Männern genutzt.

 

Dilator mit Schlauch: Solche Geräte verfügen über die typische Hülse, welche jedoch zusätzlich mit einem längeren Gummischlauch verbunden ist. Somit kann dieser bis in die Blase vorgeschoben werden. Um einen ungewollten Urinabgang zu verhindern, befindet sich an der vorderen Öffnung ein Stöpsel. Männer wie Frauen können den Dilatator mit Schlauch einsetzen.

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Anwendung

Grundsätzlich muss die Einführung des Dilatators unter größtmöglicher Hygiene, mit Ruhe und Geduld erfolgen! Eine unsachgemäße, hektische oder unsaubere Arbeitsweise führt schnell zu Verletzungen oder Infektionen.

Welche Größe?

Die durchschnittliche Abmessung der Harnröhre liegt bei etwa 5 mm (in der Breite). Insofern sollte zu Beginn dieser nicht dicker als 6 oder 7 mm sein. Mit fortschreitender Übungsdauer kann die Größe angepasst werden.

Dilator einführen

Vor dem Hineinschieben sollte die Harnröhre immer mit Gleitgel befeuchtet werden (in den Eingang der Urethra träufeln). Dann kann er vorsichtig und langsam eingeführt werden. Länger als 8 Stunden sollte er nicht im Körper verbleiben.

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Was ist zu beachten?

 

Hygieneregeln:

Vor dem Gebrauch ist der Dilator gründlich zu sterilisieren. Um eine Verschleppung von Bakterien zu vermeiden, sollten zudem die Hände sowie das umliegende Gewebe desinfiziert werden. Es empfiehlt sich, ein steriles Gleitgel speziell für den Intimbereich zu benutzen.

 

Das Material:

Um den strengen Hygieneregeln gerecht zu werden, greifen viele Nutzer auf einen Dilatator aus Edelstahl zurück. Wissen muss man aber, dass diese Geräte aufgrund ihrer Festigkeit schnell zu Schmerzen oder Verletzungen führen können.

 

Für Männer:

Sie sollten das Instrument nicht sofort in den erigierten Penis einführen. Besser ist es, zunächst durch „Trockenübungen“ ein Gefühl für die Anatomie zu entwickeln. Im aufgerichteten Zustand liegen die Schwellkörper eng an der Harnröhre an, was Verletzungen begünstigen kann.

Manche Männer finden es reizvoll, wenn während der Ejakulation die Harnröhre durch den Dilatator quasi abgeriegelt wird. Somit entlädt sich der Samen rückseitig in die Blase. Bevor diese Praxis vollzogen wird, sollte ein Urologe befragt werden.

 

Für Frauen:

Die weibliche Harnröhre ist nur etwa 3 bis 4 Zentimeter lang. Daher dürfen keine zu langen Dilatoren eingeführt werden.

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Wo kann man einen Dilator kaufen?

Dilatoren für den Hausgebrauch werden meist als lustspendende Accessoires erworben. Dementsprechend führen viele Erotik-Shops diese im Sortiment. Mehr Auswahl in puncto Größe, Material und Form bieten die gängigen Online-Shops. Hier sind zudem ausgefallenere Produkte zu finden, welche sich beispielsweise an Piercings anbringen lassen.

Meist lohnt sich der Einkauf eines Dilator-Sets. Durch die verschiedenen Größen oder Längen lassen sich unterschiedliche Variationen ausprobieren. Üblich sind Sets mit 4 bis zu 12 differenten Dilatoren. Der Kauf muss selbst gezahlt werden.

Eine Kassenübernahme, also der Kauf auf Rezept, ist nur möglich, wenn dieser aus therapeutischen Gründen vom Arzt verschrieben werden. Solche Hilfsmittel lassen sich dann auch über eine Apotheke erwerben – müssen dort aber meistens vorbestellt werden.

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